Goldnachfrage in China erreicht neues Rekordhoch

Nach Angaben chinesischer Goldhandelsfirmen übertrifft die Goldnachfrage in China dieses Jahr den bisherigen Rekord des Jahres 2013. Gründe sind der aktuell niedrige Goldpreis und dass Investoren kaum Alternativen bei der Auswahl der Geldanlage haben.

Goldnachfrage in China erreicht 2015 neues Rekordhoch
Die Chinesen kaufen dieses Jahr noch mehr Gold als im Rekordjahr 2013. (Foto: nosha)

Im vergangenen Jahr lag die Goldnachfrage in China bei 973,6 Tonnen. Dies war ein Rückgang um mehr als 13 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2013, als die chinesischen Goldkäufe bei 1.120,1 Tonnen lagen. Für dieses Jahr wird nun ein neues Rekordhoch bei der chinesischen Nachfrage nach Gold erwartet.

Im ersten Halbjahr 2015 lagen die chinesischen Goldkäufe nach Angaben des World Gold Council (WGC) bei 497,3 Tonnen. Damit 2015 ein Rekordjahr wird, muss also die Goldnachfrage im zweiten Halbjahr mindestens 622,8 Tonnen betragen.

Und genau das erwartet die Chinese Gold & Silver Exchange Society (CGSES), ein bedeutender Zusammenschluss chinesischer Goldhandelsfirmen. Die Goldnachfrage in China ist in diesem Jahr voraussichtlich noch höher als im bisherigen Rekordjahr 2013.

Im Jahr 2013 fiel der Goldkurs um mehr als ein Viertel, und dies führte damals zu einem massiven Anstieg der Goldnachfrage in China und ganz Asien. Nun erwartet auch die CGSES eine ähnlich starke Steigerung der Goldkäufe wie im bisherigen Rekordjahr 2013. Denn viele chinesische Investoren vertreten derzeit die Auffassung, dass die Goldpreis-Korrektur einen Boden gefunden hat.

Gründe für die starke Goldnachfrage in China sind der niedrige Goldpreis, die Abwertung des Yuan und die jüngsten Börsenturbulenzen, so die Chinese Gold & Silver Exchange Society (CGSES). In Hongkong rechnet CGSES-Aufsichtschef Haywood Cheung im zweiten Halbjahr 2015 sogar mit einer Steigerung der Goldnachfrage um 25 Prozent.

„Investoren bevorzugen nach wie vor Gold, da sie nicht viele Alternativen bei der Auswahl der Geldanlage besitzen“, zitiert Goldreporter.de den CGSES-Aufsichtschef Haywood Cheung. Viele chinesische Investoren vertreten zudem die Auffassung, dass die Goldpreis-Korrektur einen Boden gefunden hat.

Als Gründe für die starke Goldnachfrage in China nennt die CGSES unter anderem die Yuan-Abwertung und die Börsenturbulenzen im Spätsommer. Der Goldpreis sei in den vergangenen zwei Jahren vor allem deshalb gefallen, weil man eine Zinserhöhung durch amerikanische Zentralbank Federal Reserve erwartet habe.

Im Jahr 2013 erreichte die Goldnachfrage in China ihren bisherigen Höhepunkt. Nach Angaben des World Gold Council (WGC) betrug damals die Goldnachfrage aus China, Hongkong und Taiwan innerhalb von 12 Monaten 1.120,1 Tonnen.