Deutsche-Bank-Trader gesteht Gold-Manipulation


Der frühere Deutsche-Bank-Trader David Liew hat gestanden. Vor einem US-Gericht sagte er aus, dass er bei der Deutschen Bank gelernt habe, wie man am Terminmarkt die Edelmetallpreise manipuliert.

Ex-Deutsche-Bank-Trader David Liew (Foto: Gravatar)

Ex-Deutsche-Bank-Trader David Liew (Foto: Gravatar)

David Liew hat in seiner Zeit als Trader für die Deutsche Bank AG zusammen mit anderen Bankern den Terminhandel für Gold, Silber, Platin und Palladium zu manipuliert. Am Donnerstag hat er sich nun schuldig bekannt und arbeitet jetzt mit der Staatsanwaltschaft zusammen.

Laut einem Bericht der Deutschen Wirtschafts Nachrichten lauten die konkreten Vorwürfe gegen David Liew „Spoofing“ und „Front-Running“. Diese beiden klassischen Methoden der Marktmanipulation sind illegal.

Beim „Spoofing“ platzieren Trader Aufträge zum Kauf oder Verkauf von Terminkontrakten, ohne diese Aufträge später auch auszuführen zu wollen. Einziges Ziel ist die Marktmanipulation. Beim „Front-Running“ kommen Trader den Aufträgen der eigenen Kunden zuvor und machen so einen Gewinn auf deren Kosten.

Laut Gerichtsdokumenten hat David Liew zudem ausgesagt, dass er das „Spoofing“ bei der Deutschen Bank von erfahrenen Tradern gelernt hat. Er kam im Juli 2009 zur Deutschen Bank und arbeitete dort beim Metallhandel in der Asien-Pazifik-Region.

Nach nur drei Jahren verließ David Liew die Deutsche Bank wieder. Auf seinem inzwischen gelöschten Blog (Webcache) schrieb er im Juli 2012, dass er als Deutsche-Bank-Trader ein komfortables Einkommen. Doch leider herrsche dort „eine gewisse toxische Kultur“. Der Erfolg messe sich am Gehalt.

„Ja, ich bekam ein sechsstelliges Jahresgehalt, ja, ich war im obersten % der Angestellten in meiner Altersgruppe. (Ich werde dieses Jahr 27.) Viele Leute haben mich ‚verrückt’ genannt, weil ich alles weggeworfen habe, was ich hatte, worauf ich sage: ‚Das ist mein Leben, nicht eures.’“ […]“

„Ich wurde jemand, der ich nicht war (vor allem wurde ich gierig und unmenschlich). Und einige Dinge, die ich gesehen und erlebt habe, waren mir nicht geheuer.“

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