Gold-Produktion in Nevada erreicht neuen Tiefstand


Wird das Gold in Nevada knapp? Dieses Jahr wurde ein neuer Tiefstand der Gold-Produktion in Nevada erreicht: nur knapp 5 Millionen Unzen. Seit 1988 war die geförderte Meng nicht mehr so niedrig wie im letzten Jahr. Investoren springen ab, Goldminen gehen pleite und die Regierung bleibt optimistisch.

Früher war Gold in Nevada ein boomendes Geschäft. Heute hat die Goldproduktion einen Tiefstand erreicht.

Seit 1988 war die Goldproduktion in Nevada relativ konstant. 2014 wurden gerade einmal 5, genauer gesagt 4,94, Millionen Unzen Gold abgebaut. Die geringste Fördermenge seit 1988: damals konnte die Rekordmenge von fast 9 Millionen Unzen abtransportiert werden. 2013 waren es noch 5,5 Millionen Unzen. In Nevada gibt es 30 Minen, in denen das teure Edelmetall gefördert wird.

Es scheint, als würde sich die Produktion von Gold in Nevada dem Ende zuneigen. Das Geschäft lohnt sich nur so halb. 5 Millionen Unzen wurden für 5,5 Milliarden Dollar verkauft. Das entspricht 1.100 Dollar pro Unze.

In Nevada steckt weit mehr als man denkt

Produzenten beklagen sich über den aktuellen Goldpreis. Wenn mehr Geld pro Unze bezahlt würde, könne man nach neuen Möglichkeiten suchen, mehr Projekte starten und mehr Gold abbauen, schreibt das reviewjournal.

Die geringe Goldproduktion in 2014 und 2015 hat hauptsächlich mit dem aktuellen Goldpreis zu tun. In 2012 lag er noch bei 1,800 Dollar pro Unze. 700 Dollar mehr als heute.

In Nevada ist noch viel unerforschtes Land. Wenn nur das Geld da wäre, dann könne man die Produktion erheblich ankurbeln. Der aktuelle Goldpreis lässt solche Aktionen aber leider nicht zu.

Es gibt noch andere Gründe für die geringe Förderungsmenge. Je mehr Gold abgebaut wird, desto schwieriger wird der zukünftige Abbau des Edelmetal. Alles, was einfach zu bekommen war, ist bereits im Markt. Die nächste Schicht im Bergwerk verlangt neue Methoden. Normale chemische Reaktionen und herkömmliche Bergarbeiten sind nutzlos. Heutzutage verlangt der Bergbau aufwendige Abbau-Prozesse die mit viel Druck und anderen Mitteln das Metal an die Oberfläche bringt. Diese Methoden sind extrem teuer.

Investitionen in die Goldbranche gingen seit 2012 zurück. Die Preise pro Unze ebenfalls. Investoren sehen hier also kein vielversprechendes Geschäft mehr. Obwohl noch sehr viel Gold in Nevada zu holen sei, gibt es kaum willige Investoren, die sich der Sache annehmen.

Gold in Nevada: Amerika’s Goldhauptstadt

Amerika ist auf Nevada’s Goldproduktion angewiesen. Die nationale Produktion kam 2013 zu 75 Prozent aus Nevada. Damit wurde Amerika mit 6,1 Prozent Marktanteil der drittgrößte Goldproduzent der Welt.

Geht’s dem Gold schlecht, geht’s dem Silber gut?

Seit 2014 ist die Goldproduktion zurückgegangen. Dafür ist der Abbau von Silber deutlich gestiegen. Letztes Jahr wurden 10,9 Millionen Unzen Silber abgebaut. 2013 waren es noch 8 Millionen Unzen. Das ein Anstieg von 2,9 Millionen Unzen, innerhalb eines Jahres.

Die Euphorie hält sich jedoch in Grenzen. Zwischen 1988 und 2000 wurden zwischenzeitlich 20 Millionen Unzen pro Jahr produziert. Allgemein ist Silber sowieso eher ein Nebenprodukt der Goldproduktion.

Der Druck auf die Minen wächst

Für die Minen wird es langsam ernst. Die Goldproduktion lohnt sich fast nicht mehr. Deswegen haben schon einige Minen dicht gemacht. Es war schlichtweg nicht mehr profitabel.

Auch Nevada’s Politik ist sich des Problems durchaus bewusst, man sehe aber keine zu große Gefahr in naher Zukunft. Mit positiver Einstellung sollen die Minen weiterhin eine wichtige Rolle in Nevada’s Wirtschaft einnehmen. Dafür muss die Produktion aber zurück zu alter Stärke finden.

Im Goldgeschäft wird eine konstante Lieferung allerdings nie gewährleistet werden können. Preise und Produktionsmengen gehen hoch und runter. Alles ist voneinander abhängig. Der Goldpreis, die Minen und Investoren müssen im Einklang stehen.