Warum der Goldpreis auf 50.000 Dollar steigen könnte


Jim Sinclair beschreibt den Börsencrash am 24.08.2015 als Vorreiter für eine apokalyptische Krise im September. Eine Hyperinflation stehe bevor. Sinclair prophezeit einen äußerst stabilen Goldpreis in der Zukunft. Bald könnte der Preis auf 50.000 Dollar pro Unze steigen.

Hyperinflation könnte Goldpreis auf 50.000 Dollar pro Unze treiben (Foto: thetaxhaven)

Hyperinflation könnte Goldpreis auf 50.000 Dollar pro Unze treiben (Foto: thetaxhaven)

Der Aktienmarkt durchlebt gerade schwere Zeiten. Viele sehen sich einer schwierigen Situation ausgesetzt und hoffen auf baldige Stabilisation des Marktes. Jim Sinclair teilt zwar die Hoffnung der Betroffenen, laut ihm steht das Schlimmste allerdings noch bevor.

Jim Sinclair ist Goldexperte aus Amerika. Er vertritt oft kontroverse Meinungen und sticht mit seinen Sichtweisen aus den Mainstream Medien heraus. Seine Worte bekommen viel Zuspruch im Internet, seiner Meinung wird hier viel Wert beigemessen.

Er sagt, der aktuelle „Crash“ ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Diesen September soll die wahre Blase platzen und Auswirkungen von noch nie dagewesenem Ausmaß produzieren.

Hat die Fed Schuld?

Um große Crashs und Krisen präventiv zu verhindern, gibt es Institutionen, die im Hintergrund die Kontrolle bewahren sollten. Die US-Notenbank Fed hält das Zahlungssystem aufrecht, indem Geldmengen überprüft und Bankgeschäfte reguliert und überwacht werden.

Sinclair behauptet, dass die Fed die Lieferung benötigter Geldmengen gestoppt hätte. Anscheinend hätte die Fed zuvor alles in ihrer Macht stehende getan, um einen Crash zu verhindern. Dieses Verhalten kann schlimme Konsequenzen hervorrufen. Ein Börsencrash sei demnach durchaus möglich.

Wie wirkt sich die Situation auf den Goldpreis aus?

Der Amerikaner beschreibt den Goldpreis im Moment als äußerst stabil. Eine Abwertung ist sehr unwahrscheinlich und klar begrenzt. Ein erneuter Crash, mit besagtem Ausmaß, kann eine Stabilisierung des Goldpreises auf extremen Niveau zur Folge haben. Sinclair spricht von seiner kontroversen Prognose: 50.000 Dollar pro Unze.

Andere Experten halten das für utopisch. Sinclair geht aber von einer Hyperinflation aus, er sagt einen Crash mit historischem Ausmaß vorher. Für ihn ist ein Anstieg des Goldpreises eine zwangsläufige Konsequenz.

Historisch gesehen, eine noch nie dagewesene Situation

Noch nie war so viel Geld im Markt und in Wertpapieren in der Börse wie heute. Die ganze Welt wächst und erfreut sich an profitablen Geschäften, die mit der Globalisierung einhergehen. Kein Experte kann mit Sicherheit eine gute Prognose abgeben, weil diese Situation, so noch nie existierte.

Sinclair macht klar: es gibt kein magisches Instrument, mit dem man eine Blase verhindern oder aufhalten könne. Es ist so wie es ist, und es passiert was passieren muss. Nichts kann das Unvermeidbare verhindern. Der Markt hat in den letzten Jahren und Monaten eine Bestleistung nach der anderen erlebt. Kursbewegungen sind gleichzeitig so unvorhersehbar wie noch nie.

Der 24. August

Zuerst hatte China ein Minus von 9 Prozent verbuchen müssen, am nächsten Tag folgte der Dow Jones Index mit 6 Prozent Minus, er verlor über 1000 Punkte: der Aufschrei war gewaltig. Es scheint, als würde China alles mit sich ziehen. Der Dax verlor 7 Prozent, der Dollar 2 und der Öl Preis rauschte mit 5 Prozent nach unten. Sinclair nennt das einen „Pre-Crash“.

Was Sinclair prophezeit kommt einer Apokalypse gleich. Der Experte sieht fast keinen Handlungsspielraum von Behörden, sollte der große Crash wirklich kommen. Das System muss sich in diesem Falle komplett regenerieren. Sinclair spricht sogar von einem neuen, verbesserten System, dass bald nötig wird.

Der Hauptgrund, warum es (schon wieder) zu einem großen Crash kommen kann, ist das Verhalten und die Einstellung der Wall Street. Wettbewerb bestimmt das tägliche Geschäft und nur geldgierige Erfolgsjäger können sich mit Ruhm schmücken. Das muss sich ändern.

Hier das vollständige Interviev mit Jim Sinclair: